Stokksnes Leuchtturm - Eine Woche Island

Lohnt sich eine Woche Island? Was kann man unternehmen? Eine Woche Island im Winter – geht das überhaupt?

Reicht eine Woche Island?

Um gleich die wichtigste Frage zu klären: eine Woche Island ist zwar kurz, sie reicht aber aus, um einen guten Einblick vom Land zu bekommen und alle wichtigen Orte und Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

In einer Woche Island kann man auf jeden Fall viel schaffen, gerade im Sommer wenn die Tage lang und das Wetter in der Regel ganz gut ist. Im Winter muss man schlechtes Wetter einkalkulieren, daher würde ich mir nicht zu viel vornehmen und mich auf die Hauptstadtregion fokussieren.

Meine Erfahrungen

Von all meinen Islandreisen war ich bisher nur 2x länger als eine Woche in Island. Das war meine erste Reise 2013 und meine letzte Reise 2021. Die meisten meiner einwöchigen Touren waren im Spätherbst oder im Winter. Ich habe mir meistens einen Teil des Landes vorgenommen und diesen dann intensiv erkundet. Wenn ich zum Iceland Airwaves in Island war, war ich meistens rund um Reykjavík unterwegs. In einem Jahr war ich nördlich, also auf Snæfellsnes und im Hinterland bei Borgarnes. In den anderen lag der Schwerpunkt eher auf dem Süden. Auf meiner Reise als Tourguide haben wir uns sehr viel Zeit für den Süden genommen, sind bis nach Höfn und ans Vestrahorn gefahren und entspannt wieder zurück. Durch den eingeplanten Schlecht-Wetter-Puffer hatten wir noch einen Tag Zeit, nach Snæfellsnes zu fahren.

Über Ostern 2018 war ich eine Woche lang in den Westfjorden und hatte genügend Zeit, fast jeden Fjord anzuschauen. Die Straßen waren zum Teil noch gesperrt, sonst hätte ich jeden Fjord geschafft.

Im Sommer bin ich innerhalb einer Woche den Laugavegur gelaufen. Das war zeitlich zwar eng, aber auch so geplant. Ich hatte immerhin noch einen Tag in Reykjavík zur Erholung.

Island Rundreise in 7 Tagen

Eine Rundreise auf der Ringstraße ist in 7 Tagen im Sommer möglich, jedoch auch sehr sportlich. Es bleibt nicht allzu viel Zeit, zu lange an einzelnen Orten zu verweilen. Ich würde sagen, die Rundreise in 7 Tagen ist ein Schnelldurchlauf, der für einen richtig guten ersten Eindruck der Insel reicht. Möchte man Island intensiver erleben, sollte die Rundreise mindestens 10 Tage, besser noch 14 Tage dauern.

Im Winter ist die Island Rundreise in einer Woche unrealistisch. Grund dafür sind die kurzen Tage und das unbeständige Wetter. Hier lohnt es sich wegen möglicher Stürme und Straßensperrungen mindestens 2-3 Tage Puffer einzubauen. Im Winter sind die Straßenverhältnisse deutlich erschwert, man benötigt ein gutes Auto, sollte sicher fahren können und selbst dann ist es – je nach Wetter – ein riesiger Pain, in Island Auto zu fahren.

Das kannst du in einer Woche Island im Winter sehen

Wenn du im Winter für eine Woche nach Island reisen möchtest, empfehle ich dir, die Regionen rund um Reykjavík zu erkunden. Hier liegen die Halbinseln Reykjanes und Snæfellsnes, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Du schaffst es, die Südküste entlang zu fahren, dort liegen ein paar der schönsten Wasserfälle Islands wie der Seljalands- und der Skógafoss, sowie der berühmte schwarze Strand Reynisfjara. Wenn das Wetter mitspielt, kannst du die Fahrt bis zur Gletscherlagune Jökulsárlon verlängern. Weiter als Höfn im Osten würde ich dir nicht empfehlen, dafür reicht die Zeit wahrscheinlich nicht.

Möglicher Reiseplan

Wenn du nur eine Woche Zeit hast, kann ich dir folgende Strecken empfehlen:

Im Sommer:

  • Tag 1: Anreise & Reykjavík erkunden
  • Tag 2: Südküste bis Vík oder ein Stück weiter bis Kirkjubæjarklaustur
  • Tag 3: Gletscherlagune Jökulsárlon, Skaftafell Nationalpark – Fahrt bis Höfn oder ein Stück weiter
  • Tag 4: Ost-Island bis Egilsstaðir
  • Tag 5: Nord-Osten mit dem Diamond Circle – Fahrt bis Akureyri
  • Tag 6: Zurück nach Reykjavík (dieser Teil Islands ist eher langweilig)
  • Tag 7: Abreise, die Flüge nach Deutschland gehen meist in den frühen Morgenstunden

Im Winter (auch gut für die anderen Jahreszeiten):

  • Tag 1: Anreise & Reykjavík erkunden
  • Tag 2: Golden Circle
  • Tag 3: Südküste, Übernachtung in Vík
  • Tag 4: Südküste zurück nach Reykjavík
  • Tag 5: Snæfellsnes
  • Tag 6: Puffer für schlechtes Wetter
  • Tag 7: Abreise

Individuelle Reiseplanung

Du möchtest eine Woche nach Island und hättest gerne eine detaillierte Planung oder möchtest deinen Plan nochmal abchecken lassen?


Was kostet eine Woche Island?

Ich rechne inklusive Mietwagen, Unterkünften und Flügen für eine Woche Island ungefähr 1.500 Euro pro Person. Dazu muss ich sagen, dass ich generell in Gasthäusern und Bed & Breakfasts unterkomme und nur selten ein Restaurant besuche, sondern eher Take-Away esse oder selber koche. Ich besuche allerdings gerne mal eine Bar oder ein Café.

Nach oben sind in Island preislich keine Grenzen gesetzt. Deutlich günstiger wird es wahrscheinlich nur, wenn man ein Bett im Mehrbettzimmer im Hostel bucht.

Hier findest du übrigens mehr über die Kosten einer Islandreise:
Islandreise Kosten
Lebensmittelpreise in Island
3 Wochen Island: Das hat unsere Reise 2021 gekostet

Würde ich eine Woche Island empfehlen?

Auf jeden Fall. In 7 Tagen kann man in Island viel unternehmen und sehen und bekommt, wie schon gesagt, einen guten Eindruck von Land und Leuten. Wenn du unsicher bist, ob Island dir gefällt, ist eine Woche perfekt, um es mal zu testen. Wenn du das Land intensiv erleben möchtest, ist eine Woche Island zu kurz.

Möchtest du eine Tages- oder Mehrtagestour in Island machen?

Ich freue mich, dass ich in Troll Expeditions einen Partner gefunden habe, der großartige Touren in Island anbietet. Wenn du eine dieser Touren buchst, mache ich einen kleinen Happy Dance weil du damit mich und dieses Blog unterstützt. Der Preis der Touren ändert sich dadurch natürlich nicht.

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Sabrina

Góðan daginn!
Ich heiße Sabrina und das mit Island und mir hat schon angefangen, als ich ein Kind war. Meine Eltern hatten mir damals das Buch “Glósi mein Islandpferd” geschenkt und mein größter Wunsch war es, mal auf dem Rücken eines Isländers durch Island zu reiten. 2013 habe ich mir diesen Wunsch endlich erfüllt und Island steht seitdem jährlich auf meiner Reiseliste.

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