Snæfellsnes ist in einer Tagestour von Reykjavík aus zu erreichen und bietet fast alles, was Island zu bieten hat. Deshalb wird es auch Miniatur-Island genannt. Die Halbinsel liegt im Westen Islands neben dem Borgarfjörður und die Fahrt von Reykjavík dauert (ohne Stopps) gut 2 Stunden. Ohne Stopps ist allerdings unrealistisch weil der Weg dort hin schon auch zum Anhalten einlädt.

Snæfellsnes hat viele schöne Orte, aber ich verrate jetzt mal meine persönlichen Highlights, die man auf einer Bustour zum Teil gar nicht anfährt. Ein paar davon sind allerdings auch Postkarten-Motive oder aus Filmen bekannt.

Kirkufell & Kirkufellsfoss

Definitiv einen Halt wert, obwohl es hier inzwischen kaum noch freie Parkmöglichkeiten gibt. Kirkufell und Kirkufellsfoss (auch im Titelbild) sind wohlmöglich das Aushängeschild von Snæfellsnes und es gibt so, so viele Postkarten damit. Aber es ist auch einfach wunderschön hier.

Berg und Wasserfall liegen nur wenige Kilometer außerhalb von Grundarfjörður und vom dem Örtchen aus kann man sie schon sehen. Bei meiner ersten Tour über die Halbinsel kam ich aus der anderen Richtung und habe Kirkjufell im Rückspiegel gesehen und musste sofort rechts ran fahren und mich über ihn freuen. Ich wusste damals nicht, dass der Berg auf Snæfellsnes steht. Inzwischen halte ich eher selten an weil mir dort zu viele Menschen sind, aber wenn ich die Chance habe, ihn mal mit Nordlichtern zu sehen, wäre ich sofort am Start.

Ein Berg geformt wie eine Pfeilspitze.

Wer die siebte Staffel Game of Thrones aufmerksam schaut, kann Kirkjufell sehen. Mir ist ein kleines „DA WAR ICH SCHON“ rausgerutscht (wenn eine Sekunde lang Island zu sehen ist, macht Videos schauen mit mir gleich doppelt so viel Spaß).

Fun Fact: Auf der Rückseite von Kirkufell ist eines der wenigen isländischen Gefängnisse, Kvíabryggja. Nicht der schlechteste Ort um einzusitzen, denk ich.

Skarðsvík Beach

Skarðvík kenne ich seit Ostern 2018 und ich denke, dieser Ort ist noch relativ unbekannt. Der Strand liegt ganz unscheinbar in einer kleinen Bucht und ist unfassbar fotogen. Es ist außerdem einer der wenigen isländischen Strände, die ich kenne, die keinen schwarzen Sand haben.

Kirkjufell von hinten
Skarðsvík Beach im April 2018

Öndverdarnes und Svörtuloft Leuchtturm

Instagrammer aufgepasst! Svörtuloft ist ein strahlend orangefarbener Leuchtturm, der sich wunderbar auf Fotos macht und nicht überlaufen ist! Hier kann man außerdem viele Vögel beobachten, die es sich auf den Felsen im Meer gemütlich machen. Zur Anfahrt empfehle ich einen 4×4 Wagen, ich weiß nicht, ob es auch mit kleineren Autos möglich ist.

Saxhólar Krater

Saxhólar liegt im Westen der Halbinsel und ist ein kleiner Krater, den man besteigen kann. Von oben hat man eine super Aussicht auf das Land drumherum, auf der einen Seite bis zum Meer, auf der anderen Seite auf Snæfellsjökull. Der Krater ist ca. 100 Meter hoch und der Aufstieg ist mit einem Weg und Stufen gut ausgebaut.

Svörtuloft Leuchtturm

Saxhólar mit Snæfellsjökull im Hintergrund

Djúpalónsandur

Djúpalónsandur ist der zweitbekannteste schwarze Strand von Island, der Reynisfjara in Südisland durchaus Konkurrenz machen kann. Hier liegen rostige Teile eines angeschwemmten Tankschiffs herum, die Wellen sind hoch und es gibt Felsen, die sich sehr gut auf Fotos machen. Achtung: der Weg vom Parkplatz zum Strand ist ein wenig feucht, sodass man relativ leicht ausrutschen kann.

Malariff Leuchtturm & Londrangar

Neben all den malerischen Kirchen hat Island auch viele malerische Leuchttürme zu bieten. Malariff ist einer davon. Von Malariff aus kann man die Felsen Londrangar sehen. Longdrangar hat noch einen eigenen Aussichtspunkt, ein kleines Stück weiter, da war ich bisher noch nicht. Mir reichte die Aussicht vom Leuchtturm aus.

Konkurrenz zum Reynisfjara: Djúpalónsandur
Málariff Leuchtturm im Herbst 2015

Búðakirkja

Ach Búðakirkja. Für mich einer der schönsten Orte der Welt, obwohl die schwarze Kirche super präsent ist. Búðakirkja steht auf einem kleinen Hügel, von dem aus man auf’s Meer schauen kann und wo einem der Wind um die Nase fegt. Hinter der Kirche ist ein kleiner Friedhof. Definitiv mein „hier muss ich immer anhalten“ Ort, wenn ich in Snæfellsnes bin.

Um die Ecke ist außerdem der Wasserfall Bjarnafoss, der auch sehr schön ist. Allerdings liegt er auf Privatland, sodass man nicht näher dran kommt (bitte auch so akzeptieren).

Ölkelduvatn Quelle

Nicht unbedingt ein Ort zum Anhalten, aber man erkennt Ölkelduvatn schon von Weitem weil es einfach aus der Erde dampft. Ein kleiner Beweis dafür, dass Snæfellsnes wirklich Mini-Island ist, wenn hier sogar heißes Wasser aus der Erde kommt.

Landbrotlaug

Der letzte Stop in Snæfellsnes ist Landbrotlaug. Landbrotlaug ist ein natürlicher Hot Pot und ich war bisher leider immer nur bei Temperaturen hier, wo ich mich nicht unter freiem Himmel umziehen wollte. Man passt zu zweit oder sogar zu dritt ins Loch. Nebendran ist noch ein größerer Pool, der ein wenig kälter ist. Landbrotlaug ist definitiv keine Alternative zur Blauen Lagune, aber einen Besuch wert.

Búðakirkja, die schwarze Postkarten-Kirche
Das „große Becken“ von Landbrotlaug

Alle Orte auf einen Blick

Obwohl ich jetzt schon 5 Mal (oder so) auf Snæfellsnes war, gibt es noch immer viele Orte, an denen ich noch nicht angehalten habe. Diese Liste wird also wahrscheinlich wachsen.

Hast du Lust auf Snæfellsnes bekommen?

Gemeinsam mit Tröll Expeditions biete ich eine Tagestour nach Snæfellsnes an.

Mini-Island an einem Tag:
Kirjkufell & Kirkjufellsfoss, Schwarze Strände, Snæfellsjökull und vieles mehr.

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