Im Juli 2017 bin ich Islands bekanntesten Wanderweg, den Laugavegur, gewandert. Hier findest du meine Packliste.

Im Internet gibt es natürlich schon super viele Packlisten. Es gibt Listen für Wandern mit wenig Gepäck, es gibt Listen für den Laugavegur, es gibt Listen für Wanderungen mit Hüttenübernachtungen und solche für Leute, die ihr Gepäck von A nach B bringen lassen. Ich habe einfach mal notiert, was ich auf meiner Wanderung alles im Gepäck hatte. Bei vielen Dingen habe ich festgestellt, dass sie nicht notwendig waren, bei anderen, dass sie fehlten.

Ich habe übrigens auch eine Packliste für ganz normale Islandreisen ohne Wandern.

Ganz unten gibt es Infos, die für die Laugavegur-Wanderung wichtig sind.

Am Körper

Ursprünglich wollte ich 2 komplette Outfits mitnehmen, habe aber zum Glück Phyllis (→ hessisch at heart), die schon seit 100 Jahren Pfadfinderin ist und genau weiß, was man braucht und was nicht. Ein zweites Outfit gehört nicht dazu (genauso wie zu viele Unterhosen).
Meine Kleidungsstücke sind wenn möglich aus Naturfasern und im großen und ganzen eher auf schlechtes Wetter ausgerichtet.

Alles, was ich am Körper getragen habe, habe ich mal mit einem Stern markiert, dann sieht die Liste der Dinge, die noch im Rucksack sind nämlich kürzer aus.
Die Links in der Liste sind Amazon-Affiliate Links. Das heißt, dass ich von jedem gekauften Artikel eine kleine Provision erhalte. Am Preis ändert sich deshalb natürlich nichts.

Unterkunft, Lifestyle & Accessoires

Gute Überschrift, ne?
Ich bin sehr froh, dass ich mir hier einiges leihen konnte, sonst wäre ich gerade beim Zeltkauf pleite gegangen. Und ich war sehr froh, dass es bei Tchibo schon einen fertigen Erste Hilfe Packsack gab, den ich nur um Blasenpflaster und Schmerzmittelchen erweitern musste. Die Seife von Dr. Bronner konnte ich für alles benutzen, deshalb bin ich die Wanderung auch mit nur 2 Unterhosen angetreten. Außerdem funktioniert sie als Spüli, Duschgel und Shampoo.

Essen

Essen ist wahrscheinlich das schwierigste Thema gewesen. Soll ja alles nichts wiegen, aber komplett satt machen und bestenfalls schmecken. Dazu kommt, dass ich einfach extrem gerne esse und mit so Powergel niemals glücklich werden könnte. Also habe ich überlegt, in Astronautennahrung zu investieren, aber so richtig geil stell ich mir das auch nicht vor.

Als nächstes hab ich Trekking-Rezepte gegoogelt und bin da zum Glück auf Alex gestoßen, der auf → Bergreif ein paar Rezepte veröffentlicht hat. Fix-Produkte hatte ich bis dahin auch so null auf dem Schirm, weil mir die sonst nicht in die Küche kommen. Frühstück wurde eine Herausforderung weil ich alles mit Haferflocken einfach nicht mag und Porridge, bzw. Haferschleim echt eklig fand (meine Einstellung hat sich da geändert und inzwischen bin ich Fan).

Frühstück

  • Porridge mit Beeren (gibt es schon fertig im Supermarkt, ansonsten kann man es auch ganz einfach selbst zusammenstellen)
  • löslicher Kaffee

Snacks

  • Energy Oat Snack Müsliriegel
  • Nüsse & Cranberries
  • Peanutbutter
  • Heiße Tasse

Abendessen

  • Couscous mit Knorr Fix Vegetarische Couscous Pfanne
  • Mie Nudeln mit Maggi Fix Gebratene Nudeln mit Chili, Ingwer & Koriander
  • Mie Nudeln mit Maggi Fix Tomaten-Käse Makkaroni
  • Oneglass Wein (je 1x weiß und rot für den Start und das Ende der Wanderung – ich hab den Wein so wieder mit heim gebracht)

Technik

Hier hab ich auch schön hin und her überlegt und ganz groß gedacht. Eine Actioncam wollte ich mir kaufen! Ein neues Objektiv! Ein Stativ, damit ich so coole Bilder von mir und der Kulisse machen kann! Am Ende habe ich mich auf das beschränkt, was ich am besten kann: richtige Fotos mit einem Objektiv, das ich gut kenne und Selfies. Muss reichen, auch wenn der nette Verkäufer im Elektro-Geschäft mir eine Drohne andrehen wollte, die die ganze Zeit über mir hätte fliegen können (bei 100 Liter Niederschlag pro Meter und Minute ist das natürlich nur semi cool und man im Nationalpark gar keine Drohne fliegen).

  • Smartphone
  • Powerbank
  • Selfie-Stick
  • Kamera
  • Ersatz-Akku für die Kamera
  • SD-Karten à 64GB – 2x

Kleinigkeiten

Hier fasse ich mal alles drunter, was einfach noch mit kam.

  • Müllsack (wichtig weil es unterwegs keine Mülleimer gibt)
  • Zipperbeutel
  • Sicherheitsnadeln
  • Feuerzeug
  • Taschenmesser

Wichtige Infos zur Laugavegur-Wanderung

  • Möglichkeiten, Akkus aufzuladen sind in Þórsmörk und Landmannalaugar – dazwischen liegen 4-5 Tage ohne Strom
  • es stehen mindestens 2 Flussquerungen an
  • man kann das Wasser unterwegs ohne Bedenken trinken
  • auf allen Hütten kann problemlos mit der Kreditkarte gezahlt werden
  • die Duschen sind sehr beliebt und man muss unter Umständen extrem lange warten
  • es gibt auf den meisten Campingplätzen Toiletten mit Spülung, bei denen ohne muss man jedoch nicht so lange warten
  • zwischen den Campingplätzen zelten ist nicht erlaubt
  • im Juli und Anfang August scheint nachts die Sonne (außer es ist bewölkt)

Mehr Laugavegur findest du hier:

→ Meine Vorbereitung auf den Laugavegur
→ Mein Erfahrungsbericht zum Laugavegur
Laugavegur Fragen & Antworten

Wenn du Fragen zur Packliste hast, schreib sie gern in die Kommentare.

CategoriesAllgemein
Sabrina

Góðan daginn!
Ich heiße Sabrina und das mit Island und mir hat schon angefangen, als ich ein Kind war. Meine Eltern hatten mir damals das Buch “Glósi mein Islandpferd” geschenkt und mein größter Wunsch war es, mal auf dem Rücken eines Isländers durch Island zu reiten. 2013 habe ich mir diesen Wunsch endlich erfüllt und Island steht seitdem jährlich auf meiner Reiseliste.

  1. martin says:

    Hallo Sabrina, wie hat sich denn deine Packliste auf dem Laugavegur bewährt? Ich möchte den dieses Jahr auch machen und da wäre das tatsächlich sehr interessant zu erfahren.

    Beste Grüße
    Martin

    1. Sabrina says:

      Hey Martin!

      Ich würde alles wieder so packen, allerdings gab es Verbesserungspotenzial beim Essen.
      Da würde ich wahrscheinlich wieder zu Couscous und evtl. auch den Nudeln greifen, aber das Maggifix besser mischen, bzw. darauf achten, dass bei den Fix-Tüten kein Gemüse, Sahne o. Ä. vorgesehen ist. Nur mit Wasser angerührt schmeckt das nicht so lecker – eventuell würde ich es ganz durch Heiße Tasse ersetzen. Beim Frühstück würde ich komplett auf Porridge gehen und evtl. mit Milchpulver mischen.

      Und: ich würde definitiv eine Solar-Ladestation mitnehmen weil Handy und Powerbank schon am 3. Tag den Geist aufgegeben haben und es nirgendwo an den Hütten Steckdosen gibt.

      Wenn du mehr Fragen hast, kannst du mir auch gern eine Mail an sabrina@hallo-island.de schicken 🙂

      Liebe Grüße
      Sabrina

  2. Pingback:Nordkalottleden Packliste • The mountains are calling

  3. Pingback:Der Laugavegur - Vollmänners

  4. kamikatze says:

    Witzig, ich bin bei den Planungen genau über denselben Schlafsack gestolpert und hab genauso überlegt, den mit 50g extra Daunen ausstatten zu lassen (weil mir der 600er vermutlich zu warm wäre und das Gewicht es nicht wert ist). Dazu war allerdings noch die Überlegung, zusätzlich das Fußende extra füttern zu lassen (geht ja auch als Option, sind glaub 20g extra Daune). Oder was meinst du? Ist der sowieso schon warm an den Füßen? Ansonsten noch zufrieden?

    (Zusätzlich würde ich Kopf- und Fußende mit dem wasserdichten Stoff nehmen, da diese am ehesten noch mal mit ner nassen Zeltwand in Berührung kommen – aber nicht gleich den ganzen Schlafsack wasserdicht, da das für die Atmungsaktivität kontraproduktiv ist und ich damit nicht draußen bei Regen schlafen will. Und die imprägnierten Daunen. Au ja, man gönnt sich ja sonst nichts)

    Danke, das ist ein sehr guter und hilfreicher Bericht!

    1. Sabrina says:

      Hæhæ!
      Vielen Dank für den Kommentar, ich freu mich voll, dass dir die Liste geholfen hat 😊
      Der Schlafsack ist mit den extra Daunen super und ich habe den Kauf noch keinen Tag bereut. Seit Island war er mit mir in Norwegen, Lappland, Kalifornien und in deutschen Mittelgebirgen und hat jedes Mal einen top Dienst geleistet.
      Mit kalten Füßen hatte ich bisher keine Probleme weil ich immer Socken trage 😄 Mit Kondenswasser ging es auch gut, ich lüfte den morgens beim Frühstück aus und lasse ihn trocknen. Ist blöd, wenn es regnet (die Situation hatte ich zum Glück bis jetzt noch nicht).
      Also, 100% Kaufempfehlung, mit dem Schlafsack machste nichts falsch ✌️

      1. kamikatze says:

        Vielen Dank für die fixe Antwort, damit bist du ja schon ganz schön rumgekommen! Das hat mir sehr weitergeholfen – stimmt schon, ich wäre bisher nicht mal auf die Idee gekommen, im Schlafsack meine Socken auszuziehen… Hab auf die Extra-Polsterung des Fußraums verzichtet und den Cumulus Panyam 450 nun „nur“ mit 50g Extra-Daune (und den oben genannten Anpassungen) bestellt.

        Was Frühstücken und morgens aufbrechen angeht… da bin ich notorisch spät dran (und hab eigentlich eh keine Lust auf Frühstück) – und natürlich hab ich öfter Regen oder zumindest sehr feuchtes Wetter als nicht 😀 Handtuch trocknen mach ich beispielsweise meist auf Zwischenübernachtungen im Hotel (wenn möglich) oder soweit es geht im Zelt… Ja, da zahlt sich dann ein 2-Personen-Zelt für Solo-Back/Bikepacking aus.

        Aber das mit dem Wetter: In Schottland ist das nicht verwunderlich gewesen, sowie in der Schweiz auch nicht ungewöhnlich. Von daher beschwer ich mich auch nicht. Irgendwie bekommt man das schon geregelt.

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