Island-Packliste: das kommt nach über 15 Reisen in meinen Koffer
Sabrina, was soll ich für Island einpacken? ist eine Frage, die ich schon recht häufig gehört habe, wenn Leute zum ersten Mal nach Island fliegen. Die Antwort hängt vom „Was hast du denn vor?“ ab. Deshalb findest du hier meine Packliste für Island, die ich seit 2013 während meiner Islandreisen immer wieder optimiert habe.
Ich reise am liebsten nur mit Handgepäck, deshalb ist meine Packliste ein bisschen minimalistischer, als man sie vielleicht bei anderen Blogs findet. Mit der Zeit habe ich einfach festgestellt, dass ich sehr viel in Island gar nicht gebrauchen kann, wie zum Beispiel ein Kleid (ich trage zu Hause auch nie Kleider…) oder 2-3 Paar Schuhe. Ich richte mich beim Packen grundsätzlich immer nach meinen Plänen: verbringe ich eher Zeit in Orten, im Auto oder sogar nur in Reykjavík? Oder möchte ich in meinem Urlaub viel wandern und draußen Dinge erleben?
Für Reykjavík, Roadtrips mit Stopps an Sehenswürdigkeiten (also keinen mehrstündigen Wanderungen) oder generell eher „Drinnen-Urlaub“ packe ich ganz normale Klamotten ein: mit Jeans, Islandpulli und bequemen Schuhen, die auch mal zu einem Wasserfall laufen können, bin ich bisher immer gut durchgekommen. Dazu je nach Jahreszeit meine Puffy-Jacket oder die Winterjacke und ich bin fertig mit dem Packen.
Für Reisen mit Wanderungen, Radfahren (ja, das hab ich auch schon gemacht) oder generell mehr Zeit draußen, packe ich entsprechend der Aktivitäten ein, die ich geplant habe: Wanderhose, Wanderschuhe, Merino-Baselayer, Regenjacke, … was man halt so braucht.
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Island Packliste für Reykjavík und Roadtrips
Bei dieser Packliste liegt der Fokus auf dem in der Stadt bleiben, also hauptsächlich in Cafés oder Museen gehen, bisschen am Hafen spazieren, generell eher auf geteerten Wegen und an gut zugänglichen Sehenswürdigkeiten laufen und Abends mal was essen oder trinken gehen.
Meine Liste beinhaltet jetzt nicht so Sachen wie Unterwäsche und Socken. Dass davon ausreichend mitkommen sollte, sollte klar sein. In Reykjavík kann man außerdem die Kleidung tragen, die man auch im normalen Leben trägt.
Bequeme Schuhe
Reykjavík ist so klein, dass man die meisten Strecken zu Fuß zurücklegen kann. Bequeme Schuhe sind daher ein Muss. Am besten Schuhe, die auch noch okay aussehen, sodass man für einen Restaurant-Besuch nicht extra noch ein Paar mitnehmen muss (ich bin da eher praktisch veranlagt). Ich trage in der Regel meine Bluntstone-Boots*, weil ich damit einfach alles machen kann. Im Sommer hatte ich auch schon diese Sneaker* an.
Winddichte Regenjacke
Scheinbar gibt es eine Wetterregel, die besagt, dass es in Island mindestens ein Mal am Tag regnet. Man muss für Reykjavík und Roadtrips keine High-Tech atmungsaktive Outdoor Hardshell-Jacke einpacken, eine normale Regenjacke, die den Wind abhält, reicht vollkommen. Ich trage dafür eine Northface Jacke*, die passt auch gut über meinen Islandpulli oder im Winter über die Puffy Jacket.
Vom Regenschirm rate ich dir komplett ab: ich habe Island bisher nur sehr, sehr selten ohne Wind erlebt.
1-2 dicke Pullis oder Strickjacken
Egal, was für ein Pulli, einer sollte mindestens ins Gepäck, auch wenn man in Temperaturen jenseits der 25 Grad Marke losfliegt und es sehr unwahrscheinlich erscheint, dass man einen dicken Pulli braucht. In Island kann es auch im Sommer einfach kalt sein.
Ich habe meistens einen Islandpulli dabei, eine Fleece-Jacke und Funktionsshirts (oft diese hier von Eivy) für drunter oder auch ohne Pulli. Damit bin ich für alles gewappnet, ohne dass ich nach Expedition aussehe.
Hose
Ehrlich gesagt, trage ich in Island Jeans oder Leggings. That’s it. Bei den Leggings habe ich mich auch auf Eivy eingeschossen, weil die einfach lange Beine haben, gut sitzen, blickdicht sind und für Draußen gemacht sind. Jeans sind die, die ich auch daheim trage. Ich habe in einem normalen Island-Urlaub keine Wanderhose dabei.
Badesachen
Badeanzug, Bikini oder Badehose gehören für mich auf einer Islandreise ins Gepäck, wie dick Butter auf’s Rúgbrauð. Island klingt erstmal nicht nach Badeurlaub, aber es gibt an jeder Ecke einen Pool, eine heiße Quelle oder eben die Blaue Lagune (die gibt es nur einmal). Badesachen gehören im Sommer und im Winter in die Tasche. In der Regel habe ich ein leichtes Trekking-Handtuch* dabei oder meinen MAWII Poncho
Schlafmaske
Das heißeste Accessoire für den Isländischen Sommer. Im Sommer hat das Land nämlich fast 24 Stunden Tageslicht und man dreht förmlich durch, wenn man einen normalen Hell-Dunkel-Rhythmus hat. Da man nicht davon ausgehen kann, dass es Jalousien oder verdunkelnde Vorhänge gibt, lieber vorsorgen und eine Schlafmaske* einpacken. Da gibt’s natürlich auch alle möglichen Modelle, ich bleibe klassisch bei einer Maske aus (Maulbeer-) Seide.
Sonnenbrille
Eine Sonnenbrille kann ruhig auch im Winter ins Gepäck. Wenn in Island die Sonne scheint, tut sie das richtig. Im Winter steht sie dabei extrem tief und nervt. Hier habe ich keine besondere Sonnenbrille, sondern einfach die, die ich immer trage.
Wiederverwendbare Wasserflasche
Trinken ist wichtig und das Leitungswasser in Island hat einfach eine extrem gute Trinkwasserqualität. Deshalb macht es keinen Sinn (und sollte meiner Meinung nach bestraft werden), wenn man Flaschenwasser kauft. Lieber im Vorfeld ein paar Euro in einen ordentliche Wasserflasche investieren und die immer wieder benutzen.
Island Packliste für den Outdoor-lastigen Urlaub
Outdoor ist nicht gleich Outdoor, das weiß ich. Deshalb gehe ich bei Outdoor in dieser Packliste davon aus, dass hier und da mal eine Wanderung gemacht wird, dass man viel Zeit in der Natur verbringt und weniger in Museen oder Cafés.
Für den Laugavegur, also DIE Wanderung auf Island, gibt es meine Laugavegur-Packliste, die man so auch auf alle anderen Wanderurlaube anwenden kann.
Feste Schuhe, die idealerweise schon eingelaufen sind
Wie oben schon geschrieben, mache ich in Island so gut wie alles in meinen Bluntstones. Außer, wenn ich richtig wandern gehe, dann trage ich meine La Sportiva Zustiegsschuhe*. Mit denen bin ich auf all meinen Wanderungen unterwegs, egal wo (okay, alpines Hochgebirge vielleicht nicht, aber da war ich auch noch nicht).
Wenn ich weiß, dass ich eine Gletscherwanderung machen möchte, kommen meine großen, schweren Wanderstiefel mit. Man kann zwar auch bei jedem Anbieter Wanderstiefel leihen, aber das mag ich nicht so.
Egal, für welche Schuhe du dich entscheidest: sie sollten auf jeden Fall schon eingelaufen sein, auch in blödem Gelände guten Halt geben (also Profil haben) und wasserabweisend sein.
Passend dazu sollten ordentliche Socken ins Gepäck. Ich schwöre auf Merino, weil es bei allen Temperaturen und selbst schwitzige oder anders nassgewordene Füße gut wärmt.
Winddichte Regenjacke
Im Gegensatz zum Städte-Urlaub würde ich hier die Hardshell-Jacke empfehlen. Wenn es regnet, ist sie einfach Gold wert. Am besten ist eine Jacke, die nicht dick ist, dann kann man sie auch gut im Rucksack mitnehmen.
Ich habe ehrlich gesagt nur die eine „gute“ Regenjacke von oben, deshalb ist die immer dabei.
Kleidung für das Zwiebel-Prinzip
Man kann in Island locker alle Jahreszeiten in einem Tag erleben (ich denke hier an meine Fimmvörðuháls Wanderung), deshalb sollte man auch auf alle Jahreszeiten vorbereitet sein. Am besten im Zwiebel-Prinzip: Baselayer aus Merino, ggf. noch ein Shirt drüber, Fleecejacke, Hardshell, Wanderhose (Profis sogar mit abzippbaren Beinen – ja, ist Geschmacksache).
Mütze und Handschuhe
Im Sommer, wie im Winter ein Muss. Ich erinnere an alle Jahreszeiten an einem Tag.
Sonnenschutz
Im Sommer und im Winter sollte eine Sonnenbrille dabei sein. Im Winter steht die Sonne oft extrem tief und kann so total gut blenden. Außerdem sollte Sonnencreme im Gepäck sein. Auch wenn Island so hoch im Norden liegt, dass ein Sonnenbrand das letzte ist, woran man denkt: man kann sich einen einfangen (eigenhändig getestet).
Badesachen
Gibt es etwas schöneres, als nach einem anstrengenden und abenteuerreichen Draußen-Tag im Hotpot zu entspannen? Deshalb sollten Badesachen immer dabei sein.
Trinkflasche
Damit man kein Flaschenwasser kaufen muss. Man kann seine Flasche in Island übrigens problemlos an allen fließenden Gewässern auffüllen.
Erste Hilfe
Falls trotz aller Vorsicht etwas passiert, sollte ein kleines erste Hilfe Set am Start sein. In meinem sind (Blasen-) Pflaster, Verbandmaterial, Tape, Pferdesalbe, Schmerz- und Kohletabletten, was wohlmöglich das absolute Minimum ist.
Kleinigkeiten, die nicht fehlen sollten
Es gibt ja immer so Kleinigkeiten, an die man erst denkt, wenn man sie vergessen hat (oder zumindest ich). Deshalb:
- Ladekabel und -Adapter für Smartphone, Kamera, Tablet, Laptop und alle anderen technischen Geräte, die dabei sind
- Medikamente
- SD-Karten, wenn man eine Kamera dabei hat
- Stoffbeutel oder kleine Einkaufstasche, damit man nicht überall Tüten mitnehmen muss
Reisedokumente für Island
- Reisepass oder Personalausweis, damit die Airline die Identität checken kann
- Flugticket (ausgedruckt oder elektronisch). Ja, das kann man verpeilen!
- Kreditkarte (damit kann man in Island echt alles zahlen und zur Not Bargeld ziehen)
- Adresse der Unterkunft
- Auslandskrankenschutz, Reiseversicherung und solche Dinge, wenn man sie hat
Weitere Tipps
Auf meinen Islandreisen hat sich als Gepäckstück der Basecamp Duffle von The Northface als das beste erwiesen. Er hat genau die richtige Größe für meinen ganzen Kram (auch für 2 Wochen) und wird in den Größen XS und S in der Regel von jeder Airline als Handgepäck mitgenommen. Von Koffern mit Rollen würde ich dringend abraten weil gefühlt auf jeder Straße und jedem Gehweg kleine Sternchen liegen und das Kofferziehen erschweren.
Möchte man Nordlichter fotografieren, sollte neben der Kamera auch ein Stativ ins Gepäck. Für das Fotografieren von Nordlichtern mit dem Handy braucht man übrigens extrem viel Glück, eine Handkamera mit Langzeitbelichtungen und eine sehr ruhige Hand.
Empfehlung
Meine Anlaufstellen zur Buchung
Diese Anbieter nutze ich selbst für meine Island-Reisen und kann sie uneingeschränkt empfehlen.
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Welche Grösse hat dein North Face Duffel Basecamp?
Lieben Dank
Damit dieser als Handgepäck durch geht.
Franziska
Hey Franziska,
ich habe XS. Den nimmt jede Airline mit.