Gestern habe ich mit Noch ein Island Reiseführer meinen ersten Reiseführer veröffentlicht und bin ziemlich stolz darauf.

Hier möchte ich ein bisschen zum Entstehungsprozess und den Hintergründen schreiben.

Warum eigentlich nicht?

Irgendwann 2019 wurde ich gefragt, warum ich eigentlich keinen Island Reiseführer schreiben würde. Bis dahin war mir die Idee gar nicht in den Kopf gekommen, um ehrlich zu sein. Nach dieser Frage hat sie mich dann aber auch nicht mehr losgelassen.

In meinem Bücherregal stehen bestimmt mehr als 10 Reiseführer für verschiedene Länder. Vom Lonely Planet über Reiseführer-Romane hin zu einem E-Book für Island-Einsteiger (das steht natürlich nicht im Regal). Alle sind relativ gleich aufgebaut und liefern mal mehr oder weniger das, was mich auf einer ersten Reise interessiert (tatsächlich reise ich nicht nur nach Island, sondern erkunde andere Länder zum ersten Mal).

Der Name: Noch ein Island Reiseführer

Der Name für meinen Reiseführer stand relativ schnell fest. Es gibt schon so viele Island Reiseführer, da kann man halt auch noch einen schreiben. Ich habe mich bewusst gegen einen Namen wie „Die erste Islandreise – DAS musst du wissen“ oder „DER Halló Ísland Island Reiseführer“ oder irgendwas in die Richtung entschieden. Das wäre ich nicht und würde mich wahrscheinlich nicht allzu wohl fühlen, wenn ich über den Reiseführer spreche. Auch wenn er natürlich DER Halló Ísland Reiseführer ist.

Der Inhalt: Die erste Islandreise, geheime Geheimtipps & Justin Bieber

Was interessiert denn überhaupt für eine erste Islandreise?

Mit der Frage habe ich mich Ende 2019 hingesetzt und versucht, eine Gliederung für den Reiseführer aufzustellen. Dabei habe ich mich durch die anderen Reiseführer gewälzt, die ich hier liegen habe und mich wahrscheinlich ein bisschen zu sehr inspirieren lassen (mehr dazu gleich).

Ich habe mich gefragt, was mich interessiert, wenn ich zum ersten Mal irgendwo hinreise. Das sind hauptsächlich die Themen:

  • Was kann ich im Zielort erleben?
  • Was sind Geheimtipps von Leuten, die sich dort auskennen?
  • Gibt es Dinge, die ich nur zu bestimmten Zeiten erleben kann (wie den Lava Fall in Yosemite, für den ich 2 Wochen zu früh dort war)?
  • Wie viel Budget sollte ich ungefähr einplanen?
  • Gibt es Dinge, die ich im Umgang mit Einheimischen beachten sollte?

Version 1, die Generalprobe

Version 1 meines Reiseführers hatte knapp 5.300 Wörter auf 31 DIN A4 Seiten und war sehr stark an alle anderen Reiseführer angelehnt. Die Überschriften unterscheiden sich gar nicht so stark von den Themen, die ich jetzt im Reiseführer abdecke. Die Inhalte waren allerdings eher so ein bisschen wischiwaschi. Ich muss dazu sagen, dass ich Ende 2019 angefangen habe, die erste Version zu schreiben und irgendwann im Januar damit fertig war. Dann habe ich ihn ein paar Tage (oder Wochen) zur Seite gelegt um ihn nochmal mit frischen Augen lesen zu können.

In der Zwischenzeit habe ich meine erste Islandreise als privater Tour-Guide geführt. Dabei war ich mit 3 Personen unterwegs, die zum ersten Mal in Island waren und die haben mir nochmal einen ganz neuen Blick auf das Thema erste Islandreise gegeben. Klar, meine erste Islandreise liegt ja auch schon 7 Jahre zurück (kann ich das Gefühl bitte nochmal haben?).

Zurück zuhause habe ich den Reiseführer dann also mit diesen neuen Impressionen gelesen und war in meinem semi-zufriedenen Wischiwaschi-Eindruck bestätigt. Als mein Freund ihn dann Korrektur gelesen und mir ein 6-seitiges Dokument mit Anmerkungen geschrieben hat, war klar, dass ich diese Version niemals veröffentlichen werde.

Also nochmal von vorn

Am nächsten Morgen habe ich ein neues Dokument geöffnet und komplett neu angefangen. Die nächsten 4 Tage verbrachte ich an der Tastatur und habe jeden Tag ein Kapitel geschrieben. Dabei hat sich alles ein bisschen richtiger angefühlt als bei der Version davor, sodass ich ohne großartiges Korrektur-Lesen wusste, dass ich mit diesem Reiseführer viel zufriedener und glücklicher bin als ich es mit der ersten Version je gewesen wäre. Wahrscheinlich auch, weil ich Justin Bieber einen ganzen Absatz widme (auf der oben genannten Reise habe ich einen Nachmittag über ihn gesprochen, also ist ein Absatz ganz okay). Verglichen mit dem ein oder anderen der Reiseführer in meinem Regal, bin ich sogar echt happy mit dem Ergebnis meines Schreibens.

Zwischen Stift hinlegen und Veröffentlichung lagen weitere 4 Wochen, in denen ich mich komplett in Adobe InDesign einarbeiten musste und das ganze Ding unter vielem Fluchen in die Form gebracht habe, die du jetzt kaufen kannst. Ich würde sogar behaupten, das war schlimmer und anstrengender als der Schreibprozess.

Das Ergebnis: Noch ein Island Reiseführer

Das Ergebnis präsentiere ich jetzt mit einem gewissen Stolz und einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Mein erster eigener Reiseführer. Wie cool ist das denn? Hätte ich vor ein paar Jahren jetzt auch nicht gedacht, dass ich mal so viel über Island zu sagen habe, dass man daraus ein Buch machen kann!

Bei jeder Bestellung von Noch ein Island Reiseführer mache ich seit gestern übrigens einen kleinen Happy Dance.

Die Pläne: Ein gedrucktes Buch

Ich liebäugle seit dem ersten Wort des Reiseführers mit dem Gedanken, das ganze auch drucken zu lassen und in ein richtig richtiges Buch zum Anfassen zu verwandeln. Dafür habe ich die Einnahmen des E-Books fest eingeplant. Wahrscheinlich starte ich mit einer relativ kleinen Auflage, die ich exklusiv über Halló Ísland verkaufen werde. In meiner Vorstellung mache ich bei jeder Bestellung einen kleinen Happy Dance, packe das Buch selbst ein und bringe es zum Briefkasten. Mal gucken, ob das was wird.

Hier kannst du ihn kaufen

So sieht er von Innen aus:

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