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Dinge, die in Island ein bisschen anders funktionieren als bei uns

Bezahlbox an einem Pool in Island, im Hintergrund Landschaft mit Schnee.

Es gibt nicht vieles, was in Island anders funktioniert als bei uns, aber ein paar Dinge gibt es schon. Damit du nicht unvorbereitet bist, stelle ich in diesem Text all das vor, was mir in den letzten Jahren aufgefallen ist.

Tanken geht nur mit Karte

Zum Tanken braucht man in Island eine Kreditkarte mit PIN, die man an der Zapfsäule auch wissen sollte. Man gibt den Betrag ein, den man voraussichtlich benötigt und dann wird iosgetankt. Keine Angst davor, zu viel einzugeben, es wird natürlich nur der tatsächlich getankte Betrag abgebucht.

Parken & Autotüren öffnen

Ein Tipp, den ich auf einer meiner ersten Islandreisen bekommen habe: man sollte niemals mit dem Wind parken und beim Autotür öffnen immer schön die Tür festhalten. Der Grund ist ganz einfach der, dass dann die Autotüren nicht herausreißen, wenn es windig ist. Und windig ist es in Island ja ziemlich oft.

Vorfahrt im Kreisverkehr

Im Kreisverkehr hat das Auto auf der inneren Spur Vorfahrt. Das heißt, man muss vor jeder Ausfahrt einen kurzen Blick in den Rückspiegel werfen, ob da nicht noch jemand fährt und vielleicht raus will. Achtung: mit dem Blinken haben es einige nicht so. Ich fahre deshalb immer ein bisschen vorsichtiger, wenn jemand neben mir ist.

Feste Blitzer werden angekündigt

In Island steht vor jedem Blitzer ein paar Hundert Meter vorher ein Schild, das den Blitzer ankündigt. Das Motiv erinnert an eine alte Kamera. Guter Zeitpunkt, mal kurz zu checken, ob man wirklich die erlaubten 90km/h außerorts, bzw. 50km/h innerorts fährt. Es gibt in Island übrigens nur ganz wenige feste Blitzer, dafür aber auch immer wieder mobile Kontrollen, die natürlich nicht angekündigt werden und Raser dann rausfischen.

→ Hier findest du alle Tipps zum Autofahren in Island

Im Bus kann man nur mit passendem Bargeld oder per App bezahlen

Wenn du in Reykjavík, bzw. in der Hauptstadtregion mit einem Strætó Bus fahren möchtest (Strætó ist der isländische ÖPNV), kannst du beim Fahrer oder der Fahrerin nur Cash und nur passend zahlen, es gibt kein Wechselgeld. Weil in Island aber eh alles digital abläuft, gibt es dafür eine App: Klappið oder Klapp (ist die gleiche App, nur anders konjugiert). Die App kann auch ohne Registrierung genutzt werden, gekaufte Tickets werden beim Einstieg in den Bus gescannt.
In Überland-Bussen kann man übrigens auch mit Karte zahlen.

Im Schwimmbad duschen

In Islands Schwimmbädern wird nicht so „wischiwaschi, Hauptsache bisschen nass, damit der Bademeister nicht meckert“ geduscht, sondern richtig. Dafür hängen in jedem Duschbereich Schilder mit den Körperstellen, denen man sich intensiver widmen sollte. Geduscht wird hier übrigens komplett nackt und man outet sich direkt als Touri, wenn man in Badeklamotten in den Duschbereich latscht (selbst getestet). Geguckt wird übrigens nicht.

Man benutzt keine Taschentücher

Eine Sache, die seeeeehr gewöhnungsbedürftig ist, wenn man mit Einheimischen unterwegs ist: die Nase wird hochgezogen. Soweit ich weiß, ist das ein gesamt-isländisches Ding, nicht nur eins unter Trollen der 5. Generation.

Im Supermarkt gibt’s keine alkoholischen Getränke

Alkohol gibt’s in Island nur im Duty Free Store am Flughafen oder in dezidierten Geschäften, der Vínbúðin. In Supermärkten, Tankstellen und Kiosks gibt es maximal Light-Bier und das ist eher gut gemeint als light. Übrigens gibt es in Supermärkten ganz viele Getränke, die den Anschein erwecken, Craft Beer zu sein, auch die sind entweder alkoholfrei oder sehr reduziert.

Schuhe ausziehen, wenn man ein Haus betritt

Eine Regel, die ich sehr mag: wenn man ein Haus betritt, werden die Schuhe ausgezogen. Das gilt nicht nur für private Häuser, sondern auch für viele Guesthouses und Hostels. Auf Islands Straßen und Wegen liegen immer kleine Steinchen und anderer Dreck, den man sonst ins Haus tragen würde.

Hast du Dinge festgestellt, die in Island anders laufen als bei uns? Erzähl’s mir in den Kommentaren!

CategoriesAllgemein
Sabrina

Góðan daginn!
Ich heiße Sabrina und das mit Island und mir hat schon angefangen, als ich ein Kind war. Meine Eltern hatten mir damals das Buch “Glósi mein Islandpferd” geschenkt und mein größter Wunsch war es, mal auf dem Rücken eines Isländers durch Island zu reiten. 2013 habe ich mir diesen Wunsch endlich erfüllt und Island steht seitdem jährlich auf meiner Reiseliste.

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