Skógafoss: Mehr als nur ein Fotostopp
Der Skógafoss ist wahrscheinlich der bekannteste und meistfotografierte Wasserfall Islands und das aus gutem Grund. Schon von der Ringstraße aus kannst du die weiße Gischt sehen, die 60 Meter tief in die Tiefe stürzt. Mit einer Breite von 25 Metern wirkt er wie ein perfekter, rechteckiger Vorhang aus Wasser.
Ein besonderes Highlight: Da der Wasserfall so viel Sprühnebel erzeugt, sieht man an sonnigen Tagen fast immer einen (oder sogar zwei) leuchtende Regenbogen direkt vor den Wassermassen.
Einfach mal die Perspektive wechseln
Wenn du nicht nur unten im Sprühnebel stehen willst (Vorsicht, hier wirst du innerhalb von Sekunden nass!), solltest du die Treppe rechts neben dem Wasserfall nutzen.
- Der Aufstieg: Über 500 Stufen führen dich nach oben zu einer Aussichtsplattform. Es ist ein kleines Workout, aber der Blick von oben auf die herabstürzenden Wassermassen und die Küstenlinie ist jede Stufe wert.
- Oben angekommen: Wenn du die ganzen Stufen geschafft hast, stehst du am Beginn (oder Ende) der Fimmvörðuháls Wanderung, die bis nach Þórsmörk führt. Der erste Teil wird allerdings auch Waterfall Trail genannt, wenn dem Fluss folgst, entdeckst du unzählige weitere, kleinere Wasserfälle. Mit jedem Schritt triffst du hier übrigens auf weniger Menschen.
Die Legende vom Wikingerschatz
Hinter dem gewaltigen Wasserschleier verbirgt sich laut einer alten isländischen Sage ein Geheimnis. Der erste Wikinger-Siedler in dieser Gegend, Þrasi Þórólfsson, soll dort eine Truhe voller Gold und Kostbarkeiten in einer Höhle versteckt haben.
Die Legende besagt, dass Jahre später ein einheimischer Junge die Truhe fand und es sogar schaffte, einen Ring an der Seite der Kiste zu greifen. Bevor er sie herausziehen konnte, brach der Ring ab und die Truhe verschwand für immer in den Fluten (wie sollte es auch anders sein?). Den besagten Ring kann man heute übrigens im benachbarten Skógar Museum bewundern, dort diente er lange Zeit als Türring der alten Kirche.
Zeitreise im Skógar Museum
Wenn du schon einmal da bist, solltest du unbedingt ein bisschen Zeit für das Skógar Museum einplanen. Es liegt nur einen Katzensprung vom Wasserfall entfernt und ist eines der schönsten Freilichtmuseen des Landes.
- Torfhäuser: Du kannst hier traditionelle isländische Torfhäuser von innen besichtigen und sehen, wie die Menschen im 19. Jahrhundert unter harten Bedingungen überlebt haben.
- Geschichte zum Anfassen: Neben den Wohnhäusern gibt es eine alte Kirche, eine Schule und eine beeindruckende Sammlung an technischen Geräten und Booten aus der Geschichte Islands. Im Museum gibt’s auch ein kleines Café.




Praktische Infos für deinen Besuch
Lage: Direkt an der Ringstraße, etwa 30 km östlich vom Seljalandsfoss.
Parken:
Der Parkplatz liegt direkt am Wasserfall, sodass man Skógafoss nach wenigen Minuten erreicht. Die Parkgebühren liegen bei 1.000 ISK für einen normalen PKW und können mit der Parka-App bezahlt werden.
Bei meinem letzten Besuch Anfang Juni 2025 war die Straße zum Parkplatz mit Schlaglöchern übersäht. Falls das bei deinem Besuch noch immer so ist, fahr bitte vorsichtig.
Ausrüstung:
Ich empfehle dir auf jeden Fall eine Regenjacke, wenn du nah an den Wasserfall heranwillst. Wenn dein Handy oder deine Kamera empfindlich sind, solltest du sie vor dem Sprühnebel schützen. Wenn du oben über den Wanderweg laufen möchtest, solltest du an festes Schuhwerk, Snacks und ausreichend Wasser denken.
Infrastruktur:
Direkt am Fuß des Wasserfalls gibt es einen Campingplatz, ein Bistro für den schnellen Hunger und ein Toilettenhäuschen.
Fototipp:
Da der Skógafoss ein absoluter Touristenmagnet ist, lohnt es sich, entweder sehr früh am Morgen oder spät am Abend hier zu sein. Die besten Chancen auf einen leeren Skógafoss hat man, wenn man hier campt.
FAQ zum Skógafoss
Kann man hinter den Skógafoss laufen?
Nein, im Gegensatz zum Seljalandsfoss kann man hinter den Skógafoss nicht entlanglaufen. Dafür liegt hinter dem Skógasafn der Kvernufoss, wo das möglich ist.
Kostet der Eintritt zum Skógafoss etwas?
Der Besuch des Wasserfalls selbst ist kostenlos, allerdings kostet das Parken.

