Nordlichter zu sehen ist der Traum vieler, die nach Island oder generell Richtung Polarkreis reisen. Zu Recht, Nordlichter sind total schön und wenn man sie zum ersten Mal sieht, haben sie gutes Gänsehaut-Potenzial.

Damit das eintritt, müssen sie allerdings extrem stark sein. Nordlichter sehen leider nie so aus, wie man sie auf Fotos sieht. Es kann also leicht passieren, dass sich statt einer Gänsehaut einfach Enttäuschung breit macht.

Wie man sich Nordlichter vorstelltNordlichter in Island

Wenn ich an Nordlichter denke, ist der ganze Himmel in ein leuchtendes Grün getaucht.

Manchmal auch nur ein, zwei Streifen aber immer total stark. Auf jeden Fall stelle ich mir vor, dass man sie locker mit bloßem Auge sehen kann und dass einfach der ganze Himmel leuchtet. So sieht man Nordlichter ja schließlich auch auf Fotos und in Dokumentationen.

Wie Nordlichter in der Realität aussehen

In der Realität ist die Suche nach Nordlichtern in Island eher ein „Wolke oder Nordlicht?“-Spiel. Gerade, wenn sie nicht besonders kräftig sind. Mit ein wenig Glück erkennt man diesen Vorhang-Effekt, den sie manchmal haben.

Meistens erkennt man Nordlichter nur durch die Kamera. Und das heißt, dass man unter Umständen echt lange draußen steht und immer wieder ein neues Foto schießt, die 13 Sekunden Belichtungszeit (nicht drauf festnageln bitte!) ausharrt und am Ende vielleicht einen grünen Schleier auf dem Bild erkennt.

Es kann auch gut passieren, dass man gar nichts sieht. So ging es mir zum Beispiel in Tromsø als ich sogar extra eine Nordlicht-Tour gebucht habe um auf jeden Fall Nordlichter zu sehen. Nix da: es war einfach den ganzen Abend lang bewölkt. Immerhin gab es Kekse, heißen Kakao und so viel frische Luft, dass ich sehr gut schlafen konnte.

Hast du Lust auf eine Nordlicht-Tour in Island?

Die groben Fakten:
Dauer: 3-4 Stunden // zwischen Ende August und April // maximal 15 Personen // Hilfe beim Fotografieren //  ab 40,00€

Hier geht’s lang!

Norlichter in Island

Nordlichter in Island sind zickige Biester

Den Satz habe ich auf meiner letzten Individualreise zu meinen Gästen gesagt. Er hat sich dann durch unseren gesamten Urlaub durchgezogen weil wir außer am ersten Abend echt Pech hatten, welche zu sehen. Island liegt zwar in der Nordlicht-Zone, jedoch schon fast zu südlich. Möchte man unbedingt Nordlichter sehen, ist eine Reise an den Polarkreis, zum Beispiel nach Lappland eher zu empfehlen.

Nordlichter entstehen ja durch Sonnenwinde, das habe ich im großen Nordlichter-Text schonmal erklärt. Diese Winde beeinflussen die Stärke der Nordlichter, den sogenannten KP-Wert. Alles ab einem KP-Wert von 3 ist ordentlich sichtbar. Es gilt: je höher der Wert, desto stärker sind die Nordlichter.

Aber selbst der höchste KP-Wert bringt gar nichts wenn es bewölkt ist. Oder wenn man in die falsche Richtung guckt. Ich habe erst in Tromsø gelernt, dass man Nordlichter nur sieht, wenn man Richtung Norden schaut (ja, manchmal ist es zu offensichtlich).

Apps zum Nordlichter-Spotten

Ich habe auf meiner letzten Islandreise mit einer Kombination aus 3 Apps gearbeitet.

  1. Die Optimistische
    Die optimistische App ist Northern Eye Aurora Forecast (gibt es nur für Android: Google Play Store). Sie ist optimistisch weil sie den KP-Wert immer ein kleines bisschen höher angesetzt hat als die andere App, die ich benutzt habe.
  2. Die Pessimistische
    Die pessimistische App ist das Gegenstück zur optimistischen. Sie hat den KP-Wert immer ein wenig tiefer angegeben, wahrscheinlich ist die Mitte der beiden Werte realistisch. Die pessimistische App heißt Meine Polarlicht-Vorhersage (Google Play Store, Apple App Store).
  3. Die Realistische
    Die schmerzhafte Realität sieht man in der Island-App (gibt es nur für Android: Google Play Store) von Island-Ringstraße, in der es einen Nordlicht-Melder gibt. Hier kann man ganz gut abchecken, ob in der Nähe Nordlichter gesichtet und gemeldet wurden und dann entscheiden, ob man wirklich in die Kälte raus will.

Kommentare (1)

  1. Pingback: Nordnerds in Corona Zeiten | Tarjas Blog - Reisblog Finnland

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