Island lädt mit seiner Natur und unvergleichlichen Landschaft zum Wandern ein. Soviel ist klar. Deshalb bin ich auch 2017 meine erste große Wanderung in Island gelaufen und würde immer wieder dort hin.

In diesem Text möchte ich dir gerne ein bisschen dazu erzählen, was du über das Wandern in Island wissen und beachten solltest.

Beliebte Regionen und Wanderwege in Island

Neben den kurzen Wegen zu Wasserfällen oder rund um andere touristische Attraktionen, gibt es in Island eine Reihe Trails, die man laufen kann.

  • Länge: 54 Kilometer // 80 Kilometer (inkl. Fimmvörðuháls)
  • Dauer: 4 Tage // 6 Tage (inkl. Fimmvörðuháls)
  • Schwierigkeit: 3 von 4 🥾
  • Jahreszeit: 25. Juni bis 15. September (hängt von den Schneeverhältnissen ab)
  • Übernachtung: Hütten oder Zelt
  • Lage: Suðurland – Landmannalaugar

Die bekannteste Fernwanderung ist der Laugavegur im Hochland. Er ist Teil der 100 schönsten Wanderungen der Welt und das zu Recht. Hier wechseln sich Vulkanlandschaften mit Ryolithbergen und Birkenwäldern ab und ich bin auch nach 3 Jahren noch ganz verliebt in ihn.

Der Laugavegur hat eine Länge von 54 Kilometern, wenn man von Þórsmörk bis Landmannalaugar (oder umgekehrt) läuft, und eine Länge von 80 Kilometern, wenn man die längere Version ab oder bis Skógar läuft. Je nach Version läuft man zwischen 4 und 6 Tagen. Ich empfehle, den Laugavegur in Skógar zu starten, so hat man das volle Island-Erlebnis.

Übernachten kann man in Hütten oder im Zelt. Möchte man in den Hütten schlafen, sollte man sich früh kümmern, am besten ein Jahr im Voraus. Mit dem Zelt kann man die Campingplätze spontan ansteuern.

Achtung: man muss auf den ausgewiesenen Campingplätzen übernachten.

mein Laugavegur Erfahrungsbericht

Wichtig beim Wandern in Island: Leave no Trace

Wie überall sonst auch, sollte man in Island darauf achten, beim Wandern keine Spuren zu hinterlassen.

Das Leave no Trace Prinzip hat 7 Regeln, die man beachten sollte:

  1. Gute Vorbereitung ist das A&O.
  2. Bewege und Schlafe auf bestehenden Wegen und Flächen.
  3. Nimm deinen Abfall mit und entsorge ihn richtig.
  4. Nimm nichts anderes mit.
  5. Halte dein Lagerfeuer in Schach
  6. Respektiere die Tiere, die du eventuell triffst.
  7. Achte auf andere Reisende.

Übernachten bei deiner Island-Wanderung

Zelten in Island

In Island gilt das Allemannsrecht, das man aus anderen skandinavischen Ländern kennt, nicht. Jedes Fleckchen Land ist in Privat- oder Staatsbesitz und Wild-Campen ist deshalb verboten. Die isländische Landschaft ist zudem so fragil, dass ein Zelt am falschen Ort jahrelangen Schaden anrichten kann. Auf den oben genannten Wegen gibt es daher Hütten mit Campingmöglichkeiten rundherum. Auf dem Rest der Insel gibt es total viele ausgewiesene Campingplätze, die meist an wunderschönen Orten gelegen sind und definitiv nicht den Charme deutscher Campingplätze haben.

Hütten

Jetzt habe ich schon so viel über die Hütten geredet, jetzt bekommen sie noch ihren eigenen Abschnitt.

Die Hütten auf isländischen Wanderwegen werden von Ferðafélag Íslands betrieben und haben meist eine Kapazität von 15 bis 30 Personen. Wenn man auf seiner Island-Wanderung in Hütten übernachten möchte, kann man sie über die Website von Ferðafélag Íslands buchen.

Möchte man den Laugavegur komplett in Hütten schlafen, sollte man sich ungefähr ein Jahr vor der geplanten Wanderzeit um die Buchung kümmern. Der Weg ist so beliebt, dass die Hütten sehr früh ausgebucht sind.

Kleidung & Ausrüstung beim Wandern in Island

Wenn man in Island wandert, sollte man vor allem auf alle Wetter vorbereitet sein. Es ist nicht ungewöhnlich, alle Jahreszeiten an einem Tag zu erleben. Bevor ich jetzt groß erzähle, worauf man achten sollte, ist hier meine Packliste für eine Mehrtages-Wanderung in Island:

  • Zelt, Isomatte, Schlafsack
  • Gaskocher, Topf, Becher, Spork
  • 1 bis 2 Wasserflaschen mind. 1 Liter Fassungsvermögen
  • Erste Hilfe Set mit Rettungsdecke
  • Base-Layer aus Merino-Wolle
  • Wanderhose
  • Hemd, Pullover oder was anderes für obenrum
  • Wandersocken, Wanderschuhe
  • Regenjacke
  • Mütze und Handschuhe
  • Wasserschuhe zum Queren von Flüssen
  • Trekkingstöcke
  • Badekleidung

Verpflegung auf der Wanderung

Auf dem Laugavegur und wahrscheinlich auch allen anderen Wegen muss man sich selbst verpflegen. Das heißt, man hat unter Umständen alle Mahlzeiten und Snacks für 5 bis 6 Tage im Rucksack. Dazu kommt noch die tägliche Menge an Wasser, die man verbraucht (zum Kochen unterwegs, wenn man das denn tut, und zum Trinken).

Der Kjalvegur und Askja Trail verfügen nicht über Wasserquellen zwischen den einzelnen Hütten. Hier muss man morgens alle Flaschen füllen und alles Wasser für die Tages-Etappe mitschleppen.

Wandern in Island: Hilfreiche Websites

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.